
Pia Messerer
Heilpraktikerin für Psychotherapie
in München
spezialisiert auf Essstörungen
Psychotherapie und Coaching bei
Essstörungen, Depressionen, Ängsten, Burnout, Krisen, Selbstwertthemen..
Hallo und schön, dass Du da bist...
Jeder Mensch begegnet im Laufe seines Lebens Herausforderungen.
Wir alle versuchen, damit umzugehen – mit dem, was wir gelernt haben, mit unseren Erfahrungen, mit dem, was uns trägt. Doch manchmal geraten wir an einen Punkt, an dem die vertrauten Strategien nicht mehr ausreichen. Was früher hilfreich war, funktioniert plötzlich nicht mehr.
In solchen Phasen können erste Anzeichen innerer Überforderung spürbar werden: Unruhe, anhaltende Erschöpfung, das Gefühl, ständig getrieben zu sein – oder auch körperliche Stresssymptome.
Wenn diese ersten Warnzeichen ignoriert werden, oder nicht wahr genommen werden, können sich psychische Erkrankungen entwickeln wie z.B.:
Essstörungen, Ängste, Depressionen, Zwänge, Belastungsstörungen, Burnout, Schlafstörungen...
Solche Prozesse können durch aktuelle Krisen ausgelöst werden – oder durch Themen aus der Vergangenheit, die wieder an die Oberfläche treten und uns im Hier und Jetzt blockieren.
Dann fühlen wir uns, als stünden wir in einer Sackgasse – und wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll.
In solchen Momenten biete ich Dir als Heilpraktikerin für Psychotherapie und psychologische Beraterin professionelle Begleitung an.
Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät, Dir die Orientierung fehlt oder Du gerade das Gefühl hast, Dich inmitten Deiner Herausforderungen nicht mehr zurechtzufinden, stehe ich Dir unterstützend zur Seite.
Mein Anliegen ist es, Dir einen geschützten Raum zu bieten, in dem Du Dich mit Deinen inneren Prozessen auseinandersetzen und neue Perspektiven entwickeln kannst.
Ich begleite Dich dabei, Deine innere Ausrichtung wiederzuentdecken und Möglichkeiten für nächste Schritte zu erkennen – in Deinem ganz eigenen Tempo.
„Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang verändern.
Aber du kannst starten wo du bist, und das Ende verändern."
C.S.LEWIS
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Essstörungen - Die Sehnsucht nach Leben...
Ich danke Dir für Deinen Mut, Deinen ersten Schritt zu gehen – auf Deinem ganz persönlichen Weg der Veränderung. Allein die Entscheidung, Dir Unterstützung zu suchen und Dich mit dem Thema Essstörung auseinanderzusetzen, erfordert Kraft.
Dieser erste Schritt ist meist der schwierigste, denn er ist begleitet von tiefen Ängsten, enormen Zweifel, großer Unsicherheit und starker Ambivalenz. Gleichzeitig ist da vielleicht aber auch eine große Sehnsucht in Dir, endlich wieder Du selbst zu sein, befreit von dieser Stimme im Kopf, die Deinen Tag bestimmt.
Vielleicht hast Du auch schon einen langen und schweren Weg hinter Dir und gibst Dich trotz aller Widrigkeiten nicht auf, weil Du einen Kämpfergeist in Dir trägst, der Dich bis hierher gebracht hat.
Wo auch immer Du gerade auf Deinem Weg stehst, weiß ich, dass der Weg aus der Essstörung nicht leicht ist, aber was ich sagen kann – Er lohnt sich!
Ihrem Wesen nach – und das ist eine der Paradoxien dieses Problems – [...] [sind Essstörungen] nicht Selbstzerstörung, sondern der Kampf um Selbstgewinnung, Selbstbestimmung und Selbsterhalt. Nur an der völlig falschen Front!“
(Alexa Franke)

Dieses Zitat beschreibt sehr treffend, welche Funktion eine Essstörung für Betroffene haben kann.
Essstörungen sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die weit über das Essverhalten hinausgehen. Sie betreffen das gesamte Erleben – Gedanken, Gefühle, Körperwahrnehmung und Selbstwert.
Sie schleicht sich ins Leben, um in Krisenzeiten das seelische Überleben möglich zu machen. Doch irgendwann wird diese scheinbare Hilfe – die Essstörung – selbst zur Gefahr für das eigene Leben. Das Essen wird zum Ausdruck innerer Konflikte, Ängste und Bedürfnisse. Sie beginnt oft lange, bevor sie auf körperlicher Ebene sichtbar wird (wenn überhaupt), und bleibt deshalb häufig lange unerkannt. Doch Betroffene leiden – und führen einen inneren Kampf, der früher oder später gezeichnet ist von Schuld, Scham und tiefer Verzweiflung.
Es gibt nicht die eine Ursache für eine Essstörung. Vielmehr wirken viele verschiedene Faktoren zusammen, die ihre Entstehung begünstigen. Ist man einmal in diesem Kreislauf gefangen, ist es schwer, allein wieder herauszufinden. Schritt für Schritt wird die Essstörung übermächtig – sie drängt sich in den Vordergrund, übernimmt die Kontrolle, Tag und Nacht. Und man selbst? Man verschwindet immer mehr dahinter.
„Iss doch einfach mehr.“ – „Iss doch einfach weniger.“ – „Du willst es doch gar nicht wirklich.“ – „Du musst nur motiviert genug sein.“
Diese und ähnliche Sätze hören Betroffene immer wieder. Doch so einfach ist es nicht. Niemand sucht sich eine Essstörung freiwillig aus. Betroffene können nicht anders – und genau das ist für Außenstehende oft so schwer zu verstehen. Die Essstörung ist eine Stütze, eine Strategie, um das auszuhalten, was darunter liegt. Sie lässt sich nicht einfach „wegnehmen“ oder willentlich beenden. Sondern: Stück für Stück loslassen – in einem Prozess, der Geduld, Vertrauen und Zeit braucht.
Eine psychotherapeutische Begleitung kann helfen, wieder in Kontakt mit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen zu kommen – jenseits von Gewicht, Kalorien und Kontrolle.
Welche Essstörungen gibt es?
Essstörungen zeigen sich oft nicht in einer klaren Form
Selten tritt eine Essstörung in Reinform auf. Viel häufiger vermischen sich verschiedene Symptome oder wechseln im Verlauf ab. Meist sind junge Menschen betroffen, sie kommt aber in jedem Alter vor.

Binge-Eating-Disorder
(Esssucht)
Die Binge-Eating-Störung ist gekennzeichnet durch wiederkehrende Essanfälle in denen große Mengen an Nahrung in kurzer Zeit aufgenommen werden – jedoch ohne anschließendes Erbrechen oder andere kompensatorische Maßnahmen. Die Betroffenen leiden stark unter dem Kontrollverlust und erleben häufig Scham und Schuldgefühle. Das Essen wird oft genutzt, um emotionale Spannungen zu regulieren oder innere Leere zu füllen. Die Binge-Eating-Störung ist die häufigste Essstörung im Erwachsenenalter und kann mit Übergewicht oder Adipositas einhergehen, muss es aber nicht.

Bulimia nervosa
(Ess-Brech-Sucht)
Bei der Bulimie kommt es ebenfalls zu wiederkehrende Essanfälle, bei denen hastig und große Mengen an Nahrung gegessen werden – oft begleitet von einem Gefühl des Kontrollverlusts. Danach folgen Maßnahmen, um eine Gewichtszunahme zu verhindern, wie Erbrechen, Fasten, exzessiver Sport oder der Missbrauch von Abführmitteln. Anders als bei der Magersucht liegt das Gewicht meist im Normalbereich oder leicht darüber. Viele Betroffene erleben einen belastenden Kreislauf aus Scham, Selbstabwertung und innerem Druck. Die Bulimie bleibt häufig lange unbemerkt, da sie gut verborgen werden kann.

Anorexia nervosa
(Magersucht)
Menschen mit Anorexia nervosa haben ein starkes Bedürfnis, ihr Körpergewicht zu kontrollieren und streben häufig ein extrem niedriges Gewicht an – selbst dann, wenn sie bereits stark untergewichtig sind. Typisch sind eine verzerrte Körperwahrnehmung, intensive Angst vor Gewichtszunahme und ein hoher Leistungsanspruch an sich selbst. Die Nahrungsaufnahme wird eingeschränkt, oft begleitet von übermäßiger Bewegung, Kalorienzählen oder anderen kompensatorischen Strategien. Hinter der Magersucht stehen häufig Themen wie Selbstwertprobleme, das Bedürfnis nach Kontrolle oder ungelöste emotionale Konflikte.

Selektive Essstörung
ARFID
(Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder)
Die selektive Essstörung (ARFID) betrifft vor allem Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene. Betroffene zeigen ein sehr eingeschränktes Essverhalten – etwa durch starke Abneigungen gegen bestimmte Konsistenzen, Farben oder Gerüche von Lebensmitteln. Im Gegensatz zur Magersucht geht es hierbei nicht um den Wunsch abzunehmen oder das Körperbild. Vielmehr stehen Ängste (z. B. vor dem Verschlucken, Erbrechen) oder sensorische Empfindlichkeiten im Vordergrund. Die Nahrungsaufnahme kann so stark eingeschränkt sein, dass es zu Mangelerscheinungen, Gewichtsverlust und sozialer Beeinträchtigung kommt.
Wie viel Gesund ist noch gesund?
Wenn Selbstfürsorge zum Zwang wird und das Streben nach Gesundheit den Körper und das Leben beherrscht.

Orthorexie
(zwanghaft gesundes Essverhalten)
Orthorexie ist keine offiziell anerkannte Diagnose, beschreibt aber ein zunehmend verbreitetes Phänomen: die krankhafte Fixierung auf „gesundes“ oder „reines“ Essen. Betroffene vermeiden bestimmte Lebensmittel aus Angst vor „Unreinheit“ oder „Ungesundem“, folgen strengen Ernährungsregeln und entwickeln ein rigides Kontrollverhalten im Alltag. Das soziale Leben, Genuss und Flexibilität bleiben dabei oft auf der Strecke. Auch wenn der Wunsch, sich gesund zu ernähren, zunächst positiv erscheint, kann die Orthorexie zu erheblichem Leidensdruck und sozialem Rückzug führen.

Bodyforming
übermäßiger Sport
(Zwischen Disziplin und Zwang)
Ein ständiger Drang nach Veränderung des Körpers, strenge Trainingspläne und der Wunsch nach „Perfektion“ können Teil einer Essstörung sein – auch wenn sie auf den ersten Blick als gesund oder bewundernswert erscheinen. Was mit harmlosen Fitnesszielen beginnt, kann schnell in einen körperlichen und psychischen Zwang umschlagen. Übermäßiger Sport wird dann nicht mehr zur Unterstützung des Wohlbefindens betrieben, sondern als Mittel für Anerkennung, Kontrolle, Selbstwert oder Selbstwirksamkeit. Körperliche Warnsignale wie Erschöpfung, Verletzungen oder Hormonstörungen werden oft ignoriert – der Körper wird zur Bühne eines inneren Kampfes.
Psychische und soziale Folgen von Essstörungen-
sowie häufige Komorbiditäten
Essstörungen haben tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das soziale Leben. Die permanente gedankliche Beschäftigung mit Essen, Körper, Kontrolle oder Kompensation kann zu emotionaler Erschöpfung, innerer Leere und dem Verlust der Verbindung zu eigenen Bedürfnissen führen. Viele Betroffene erleben eine zunehmende emotionale Abstumpfung oder Gefühlstaubheit, bei gleichzeitig hoher innerer Anspannung.
Im sozialen Bereich zeigt sich häufig ein schleichender Rückzug: Gemeinsame Mahlzeiten werden vermieden, soziale Kontakte eingeschränkt, Aktivitäten unterlassen – entweder aus Angst, die Kontrolle zu verlieren, oder weil Essen und Bewegung die Tagesstruktur dominieren. Beziehungen zu Freunden, Familie oder Partnern können zunehmend vernachlässigt werden, was das Gefühl von Isolation verstärkt. Auch berufliche und schulische Leistungen leiden häufig: Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und die psychische Belastung führen nicht selten zu Leistungsabfall oder Ausfällen.
Ein weiterer Aspekt ist die finanzielle Belastung – insbesondere bei regelmäßig auftretenden Essanfällen. Viele Betroffene geben große Geldbeträge für Lebensmittel aus, was zu Schuldgefühlen, Kontrollverlust über das eigene Budget und mitunter zu Schulden führen kann.
Zudem erleben sich viele Betroffene im Alltag als bewertet oder beobachtet, insbesondere in Bezug auf Aussehen, Essverhalten oder Gewicht. Die gesellschaftliche Fixierung auf Körperideale kann das Störungsbild zusätzlich verstärken und das Selbstbild verzerren. Die Angst, nicht zu genügen oder aufzufallen, verstärkt den inneren Rückzug und die soziale Unsicherheit.
Essstörungen treten selten isoliert auf. Häufig bestehen begleitende psychische Erkrankungen (Komorbiditäten), die das Krankheitsbild zusätzlich verkomplizieren können. Zu den häufigsten zählen:
Depressionen (auch chronisch)
Angststörungen, insbesondere soziale Phobie und generalisierte Angst
Zwangsstörungen, z. B. in Form strikter Regeln oder Ritualen
Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) oder komplexe Traumafolgen
Persönlichkeitsstörungen, insbesondere aus dem Borderline-Spektrum
Substanzmissbrauch, z. B. von Alkohol, Medikamenten oder Appetitzüglern
Selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität
Körperliche Folgen von Essstörungen – akut und langfristig
Essstörungen wie Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung, Orthorexia nervosa (Orthorexie) sowie körperfixiertes Bodyforming-Verhalten können schwerwiegende körperliche Folgen nach sich ziehen – sowohl im Hinblick auf langfristige Gesundheitsschäden als auch auf akute, potenziell lebensbedrohliche Zustände.
Bei der Anorexia nervosa führt die chronische Mangelernährung zu extremem Untergewicht, Muskelschwund (auch des Herzmuskels), niedriger Blutdruck (Hypotonie), langsamer Herzschlag (Bradykardie), Osteoporose, hormonellen Störungen (z. B. Amenorrhoe), Haarausfall und Schilddrüsenunterfunktion. Spätfolgen können Organversagen, Unfruchtbarkeit und ein dauerhaft geschwächtes Immunsystem sein. Akut drohen lebensgefährliche Elektrolytstörungen, Herzrhythmusstörungen und plötzlicher Herztod.
Die Bulimia nervosa, die von wiederholten Essanfällen mit anschließenden kompensatorischen Maßnahmen (z. B. Erbrechen, Abführmittel, exzessiver Sport) geprägt ist, kann zu Speiseröhrenentzündungen, Zahnschäden durch Magensäure, Magen-Darm-Problemen, Hormonstörungen sowie schweren Störungen im Elektrolythaushalt führen. Akute Komplikationen sind Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen und Kreislaufzusammenbrüche.
Bei der Binge-Eating-Störung führen regelmäßige unkontrollierte Essanfälle oft zu Übergewicht oder Adipositas mit Langzeitfolgen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber, Gelenkproblemen und Herzgefäßerkrankungen. Akut kann eine extreme Nahrungsaufnahme zu einer gefährlichen Magenüberdehnung mit der Gefahr eines Magendurchbruchs oder eines Kreislaufversagens führen.
Die Orthorexie – ein zwanghaft gesundheitsorientiertes Essverhalten mit rigiden Ernährungsvorschriften – kann zu schwerer Mangelernährung, Untergewicht, Mangel an essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen sowie zu Verdauungsstörungen führen. Langfristig sind auch hier hormonelle Dysbalancen, Schwächung des Immunsystems und psychovegetative Erschöpfung häufige Folgen.
Körperfixiertes Bodyforming-Verhalten, wie übermäßiger Muskelaufbau durch Diäten, Nahrungsergänzungsmittel oder übertriebenes Krafttraining, kann mit der Einnahme potenziell schädlicher Substanzen (z. B. Steroide, Fatburner) verbunden sein. Mögliche Folgen sind Leberschäden, Herzprobleme, Hormonverschiebungen, Libidoverlust, Wachstumsstörungen (bei Jugendlichen) sowie körperliche und psychische Erschöpfung. Exzessiver Sport kann zudem zu chronischen Gelenkschäden, Stressfrakturen und Übertrainingssyndromen führen.
Essstörungen und körperfixierte Verhaltensweisen betreffen den gesamten Organismus. Eine frühzeitige medizinisch-therapeutische Unterstützung ist entscheidend, um bleibende Schäden zu verhindern und den Körper langfristig zu stabilisieren.
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